Heinrich Göbel der Miterfinder der Glühlampe

Genealogie

Hat Heinrich Göbel die Glühlampe erfunden?

Jan. 2007:

Es erscheint das Buch "Die Göbel-Legende" Der Kampf um die Erfindung der Glühlampe von Hans-Christian Rohde

Verlag: zu Klampen ISBN 978-3-86674-006-

Das Buch zeichnet sich durch eine hervorragende Darstellung und Auflistung der Quellen aus!

Die Schlussfolgerungen sind aus meiner Sicht mangelhaft. Durch Unkenntnis des Autoren über die technischen Möglichkeiten in der Zeit von 1800 bis 1840 kommt es zu falschen Aussagen. Aus der heutigen Sicht zu glauben, das mit dem Buch die ganze technische Geschichte zum Thema Glühlampe ans Tageslicht gefördert wurde, ist nicht gegeben. Das Bucht trägt viel mehr da zu bei, dass die Geschichte um die Glühlampe noch intensiver analysiert wird.

Die Aussage Heinrich Göbels, das er das Wissen über die Technologie der Glühlampe von einem Herrn Münchhausen hatte, lässt nur die Formulierung Miterfinder zu. Ich habe den ERFINDER auf MITERFINDER geändert.

Die Folgenden Informationen, dienen der Richtigstellung, der in dem Buch gemachten, Falschaussagen.

Welche Bedeutung hat Münchhausen bei der Göbel Legende gehabt?

Erfinder ja oder nein?

Die Göbel-Legende ??

Kommentar von Friedrich Schröder zu dem Thema

Friedrich Schröder:

Warum wird stets um den heißen Brei herumgeredet. hgn hat einen umfassenden Leserbrief in der NDZ hinterlegt. Darin vertritt er seine Position, die er ruhig weiterpflegen soll. Er sollte aber auch jene Stimmen zitieren, die gegenteiliger Meinung sind und die seine Art der Heilslehre nicht teilen. Damit die geneigten Leser dieser Seite ein vollständiges Bild bekommen, hier meine Stellungsnahme zum hgn-Leserbrief. Im Übrigen kann ich nur unterstützen, was andere schon forderten, schmeißen Sie den Vorurteilsunsinn hgn's endlich mal aus WIKIPEDIA raus. Soll doch hgn seine Obsessionen auf andere Weise ausleben, er kann sich ja beispielsweise eine Vodoopuppe in Gestalt Henry Goebels basteln, um sich durch transzendentale Quälereien endlich einmal von seinem fixen Bild zu befreien. Hier nun mein Leserbrief in der NDZ: Zum Leserbrief von Herrn Horst-Günter Neubauer (hgn): „Fragwürdiger Held als Ikone der Heimatverbundenheit“ Ganz sicher liegt es nicht in meinem Interesse, an dieser Stelle eine Leserbriefauseinandersetzung mit Goebel-Kritikern zu führen. Aber anscheinend gibt es hierzulande lediglich drei Männer, die sich im Besitz der absoluten Wahrheit glauben, nämlich Horst-Günter: Neubauer, Hans-Christian Rohde und Dietmar Moews. Unisono und ungeniert stempeln sie all jene, die das Goebelthema entspannter behandeln und sich auch dazu äußern, als Fantasten oder verbohrte Goebelfolkloristen ab. Nicht zuletzt Neubauers Generalschelte entlarvt auch ihn als Goebelexzorzisten, der Aufgeschnapptes zur Wahrheit erklärt und damit missionieren geht. Tatsache ist, dass es nur wenige Quellen neben denen der Gerichtsprozesse gibt, die mit absoluter Zuverlässigkeit den Beitrag oder Nichtbeitrag Goebels zur Glühlampenerfindung bestätigen können. Dieser Tatsache müssen sich auch die drei Herren stellen. Lediglich Gerichtsakten zu interpretieren und gehegte Vorurteile sich selbst und anderen gegenüber als wahr zu bestätigen, reicht nicht. Alle drei übersehen, dass bereits zu Goebels Zeiten ist im Königreich Hannover nachweislich Elektrotechnik und elektrische Beleuchtungstechnik gelehrt wurde: Am Progymnasium in Nienburg sowie an der Höheren Gewerbeschule und späteren Polytechnischen Schule als Vorläufer der heutigen Leibniz Universität. Das wird belegt durch zwei Publikationen des ersten Direktors und Gründers der Höheren Gewerbeschule Karl Karmarsch aus den Jahren 1831 und 1844 sowie durch den „Leitfaden beim Unterrichte in der Naturlehre für Progymnasien etc.“ von 1838 des Autors Carl Agthe. Diese Bücher befinden sich im Bestand der Leibnizbibliothek Hannover. Als weitere Quellen, die die Publikationen Karmarschs bestätigen, sind die Rechnungsbücher der Höheren Gewerbeschule/ Polytechnischen Schule zu nennen. Diese geben detailliert Auskunft über Personal und Ausgaben für den Bestand der Laboratorien. Auch Rohde hatte diese Quellen genutzt, wie sein handschriftlicher Benutzungsvermerk in den Rechnungsbüchern bis 1844 bestätigt. Allerdings klafft eine Lücke in der Reihe der Rechnungsbücher, und zwar von 1845 bis 1851. Ich stellte einen Suchauftrag, der bedauerlicherweise erfolglos blieb, da dem Staatsarchiv zufolge diese Bücher nicht als Bestand gelistet seien. Stutzig macht, dass die fehlenden Rechnungsbücher, die exakt den strittigen Zeitraum umfassten auch hätten belegen können, dass Goebel Kontakt zur Höheren Gewerbeschule/Polytechnische Schule und zu deren Lehrern gehabt haben könnte. Und weiter: Rohdes Indiziengerüst stützt sich weitgehend auf den Artikel des englischen Journalisten A. M.Tanner von 1894 ab. Dieser Artikel sowie die von Rohde daraus abgeleitete Glaubwürdigkeit des Herrn Rühlmann bezüglich seines Wissens über die Historie der Höheren Gewerbeschule/Polytechnischen Schule, dass im krassen Gegensatz zu Karmarsch und Agthe steht, sowie das Fehlen der Rechnungsbücher dieser Schule aus den Jahren 1845 bis 1851 rechtfertigen durchaus den Verdacht einer gezielten Manipulation der Aussagen von Professor Rühlmann durch Tanner. Hatte Rühlmann dem Journalisten etwa die heute fehlenden Rechnungsbücher zu Recherchezwecken überlassen, die der dann aus heute nicht erklärlichen Gründen nicht zurückgab? Es ist unvorstellbar, dass Professor Rühlmann nichts über die Existenz der Bücher seines Direktors Karmarsch und deren Inhalt wusste. Schon allein diese Tatsache rechtfertigt die Annahme, dass hier die Wahrheit verbogen worden ist - damals und so auch heute. Unbestritten ist, dass Goebel Inhaber von Erfinderpatenten war. Das Patent von 1882 beschreibt die Verbindung von Kohlefäden mit den metallenen Zuleitungen innerhalb des Glühlampenkörpers. Dieses Patent wurde von Rohde als irrelevant dargestellt. Da fragt sich natürlich der geneigte Laie, warum hatte sich Edison zwei Jahre später eine ähnliche Verbindung patentieren lassen (Patent liegt vor)? Apropos Edison: Dieser wird von Rohde als der alleinige Erfinder der Glühlampe hochgejubelt. Allerdings übersah er dabei, dass dem Kanadier Henry Woodward 1874 in Kanada das Patent auf eine Glühlampe mit Kohleglühfaden erteilt wurde. Dieses Patent wurde 1876 auch in Amerika erteilt. Woodward verkaufte 1875 einen Teilanspruch seines kanadischen Patents an Edison, der auf dieser Basis seine eigenen Entwicklungen vorantrieb. Zu guter Letzt: Goebel war Zeuge in Prozessen zwischen Unternehmen in Amerika, die Glühlampen produzierten. Goebel sagte in diesen Prozessen nichts anderes aus, als das auch er an einer bestimmten Form von Glühlampen gearbeitet habe. Im Rahmen dieser Prozesse baute er solche Lampen nach. Dass diese Nachbauten den Vergleich mit den strahlenden Edisonlampen nicht standhielten, verwundert daher nicht. Das eigentliche aber offensichtliche Problem der drei Herren ist die Tatsache, dass die Zeugenaussage Goebels lediglich eine Zeugenaussage war. Ihre ehrabschneiderischen Behauptungen sind eher eine Konstruktion ihrer vermuteten Bewertung der Zeugenaussage Goebels durch das Gericht. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund läuft die Schützenhilfe Neubauers für Rohde ins Leere. Friedrich Schröder, Springe

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